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Gemeindegeschichte

 

           Im 17. Jahrhundert wurden auf dem damaligen Gebiet der Herrschaft Smržovka mehrere Gebirgsgemeinden gegründet. Die ältesten schriftlichen Erwähnungen über die Gemeide Jiřetín pod Bukovou (Georgenthal) stammen aus den Jahren 1654 – 1676. Das genaue Jahr der Gemeindegründung gelangt es nicht festzustellen.

Es setzt sich voraus, daß die Gemeinde gleichzeitig wie Albrechtice (Albrechtsdorf) gegründet wurde, also im Jahre 1670. Als selbstständige Gemeinde wurde Jiřetín im Grundbuch aus dem Jahre 1707 eingeführt. Hier steht auch, dass  derzeit  in der Gemeinde 7 Bauern (7 Bauerngüter) und 10 Häusler lebten. Die Hausnummern der obengenannten Bauern waren 6, 8, 15, 16, 17, 19 und 21. Der erste Dorfrichter war seit  1727 Christian Seibt.

Die heutige Gemeindebezeichnung (Jiřetín pod Bukovou) wurde vom dem Namen eines Ortsansässigen Georg Kreuzinger abgeleitet und machte in der Vergangenheit einige Veränderungen durch: 1656 – Geörgthal, 1676 – Geörgensberg oder Georgensberg oder Girgenthal bis Georgenthal. Das wurde später als Jiřetín übersetzt.

Jiřetín pod Bukovou gehörte in den Jahren 1850 – 1991 unter die Stadt Smržovka. Am 1. 1. 1992 (nach der Entscheidung des Innenministeriums) entstand die selbständige Gemeinde Jiřetín pod Bukovou. 

 

Schulwesen

            Der erste Schulunterricht fand im Jahre 1804 im Haus Nr. 33 statt, das Haus gehörte  Herrn Franz  Richter. Später unterrichtete man im Haus Nr. 27. Aber als die Anzahl der Kinder 129 erreichte, boten die Gebrüder Seibt die Räume in ihrem Haus Nr. 15. (Die Gebrüder Seibt machten sich nebenbei um die weitere Entwicklung des Schulunterrichts verdient.

            Im Jahre 1842 wurde das Gebäude Nr. 244 für Bedürfnisse „wirklicher“ Schule erworben, dann im Jahre 1852 wurde es auch abgekauft. (Das Gebäude befindet sich auf dem Kataster der Stadt Smržovka). Nach den Bauzubereitungen im Jahre 1860 und dem Anbau eines Stocks in den Jahren 1883 – 84 wurde in der Gemeinde Jiřetín endlich „ordentliche“ Schule geöffnet.

            Die endgültige Lösung war der Bau des neuen Schulgebäudes in der Gemeinde nach den Plänen des Architekten Hemrich. Diese Schule Nr. 80 wurde feierlich am 12. September 1909 geöffnet. Über die Besuchsquote zeugen genaue Notierungen in der Schulchronik. Die größte Anzahl der Kinder in der Schule war im Schuljahr 1915 – 16 – insgesamt 129 und die kleinste Anzahl war binnen des Krieges im Schuljahr 1941 – 42 – bloß 25 Kinder.

 

Industrie

            Die bedeutendste Firma in der Geschichte der Gemeinde war Firma Johann Schowanek, die die Gemeinde in der ganzen Welt berühmt machte. Die Firma gründete der Unternehmer Johann Schowanek aus Paseky nad Jizerou, der am 16. 12. 1906 in Jiřetín die Grundstücke von dem örtlichen Kohlenhändler für 25.000 Kronen kaufte. Im Jahre 1907 wurden die Gebäude gebaut und am 1. Januar 1908 wurde Produktion eröffnet. Im Jahre 1934 arbeiteten in der Firma 1308 Arbeiter und 37 Beamten. Nach dem Tod des Herrn Johann Schowanek im Jahre 1934 nahm die Leitung der Firma sein Sohn Hans hinzu, der die Firma bis Jahr 1945 leitete. Er wurde in diesem Jahr mit seinem Prokuristen gefangengenommen. Später flüchtete er mit der Hilfe seiner Freunde aus dem Land. In Salzburg baute er eine neue Firma, die später nach Pidding versetzt wurde.

            Die Firma Schowanek wurde nach dem Jahre 1945 konfisziert und der Name wurde später an „TOFA n. p.“ verändert. Die Produktion wurde um Piano- und Klaviermechanik erweitert. Die Firma wurde unter ČSHN Hradec Králové eingegliedert. Nach der Privatisierung nennt sich die Firma heute DETOA s. r. o.